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Fragen zur Pferdeosteopathie

Wann zum DIPO-Pferdeosteotherapeuten?

Therapie ist Teamarbeit. PferdeosteotherapeutInnen mit Ausbildung am DIPO arbeiten im wechselseitigen Verständnis mit allen zusammen, die sich um das Wohl des Pferdes bemühen: VeterinärmedizinerInnen, Akupunkteure, Hufschmiede, SattlerInnen, ReiterInnen, BesitzerInnen und TrainerInnen. Dementsprechend können alle Genannten Kontakt mit DIPO-PferdeosteotherapeutInnen aufnehmen. Sie sollen Partner in Therapie und Training sein.

Die Pferdeosteopathie hat sich besonders bei allen Erkrankungen des Bewegungsapparates bewährt, aber auch bei chronischen Krankheiten und vor allem bei der Vorbeugung von akuten Erkrankungen. Im einzelnen:

  • bei einer andauernden Steifheit und Widersetzlichkeit gegen die Reiterhilfen
  • bei unterschiedlichen Formen der Lahmheit
  • bei einem Pferd, das sich schlecht die Beine aufnehmen lässt
  • bei einer schlechten Kopfhaltung, schlechten Hals- und/oder Schweifhaltung in Ruhe und bei der Arbeit
  • nach einer Komplikation beim Abfohlen
  • nach einem schweren Sturz, um eine Veränderung der Struktur (die nicht unbedingt sichtbar ist) zu behandeln
  • bei einem Leistungstief
  • bei nicht erklärbaren Verweigerungen am Hindernis
  • bei Taktfehlern in den verschiedenen Gangarten
  • bei Schmerzanzeichen während oder nach der Arbeit
  • nach einer Verletzung, eine frische Verletzung ist besser und schneller zu behandeln als eine ältere oder chronische

Wie finde ich gute Pferdeosteotherapeuten?

Der Beruf des Pferdeosteotherapeuten (m/w) ist in der Pferdemedizin in Deutschland bislang noch nicht geschützt. Daher praktizieren nach wie vor auch selbsterklärte Heiler, deren Handeln nicht immer zum Wohl des Pferdes ausfällt. Ein Gummihammer z.B. ist niemals das Therapiemittel von seriösen OsteotherapeutInnen.

Das DIPO setzt sehr hohe Maßstäbe an die Qualität seiner Ausbildung. Darum achten Sie auf die Zusatzbezeichnung DIPO-PferdeosteotherapeutIn! Unsere TeilnehmerInnen müssen eine Basisausbildung als Veterinär- oder HumanmedizinerIn oder PhysiotherapeutIn nachweisen. Medizinische Kenntnisse sind unbedingt notwendig. Denn DIPO-PferdeosteotherapeutInnen müssen Krankheitsbilder und Kontraindikationen erkennen können. Alles was nicht in das Ressort Therapeuten (m/w) fällt muss den jeweiligen SpezialistInnen übertragen werden.

Die Ausbildung DIPO-PferdeosteotherapeutIn ist vom Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V per Kooperationsvertrag seit 2003 anerkannt. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss dürfen die AbsolventInnen die Bezeichnung DIPO-PferdeosteotherapeutIn tragen. Wenn Sie an einer Behandlung Ihres Pferdes Interesse haben können Sie in unserer Therapeutenliste eine/n DIPO-PferdeosteotherapeutIn in Ihrer Nähe finden.

Wie sieht eine osteopathische Behandlung aus?

Jede Blockade eines Gelenks oder steife Muskulatur verursacht Bewegungseinschränkungen, die zu Lahmheiten, Taktunreinheiten, Hahnentritt und/oder Unfähigkeit von Biegung und Stellung führen können. Das Ziel jeder osteopathischen Behandlung ist deswegen immer ein Mobilitätsgewinn, das heißt ein Wiedererlangen der natürlichen Bewegung. Jede Behandlung beginnt daher zunächst damit, dass sich die TherapeutInnen einen Eindruck von der Beweglichkeit des Pferdes machen, durch Beobachten und Ertasten. Nicht die Form eines Gelenks hat ihr Augenmerk, sondern dessen Mobilität. Nach der gründlichen Bestandsaufnahme entscheiden die TherapeutInnen, welche Techniken angewendet bzw. welche Strukturen manipuliert werden.

Manipulation bedeutet in der Osteopathie die Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken mit Hilfe der Hand. Sie erfordert ein hohes Maß an Sensibilität sowie genaue Kenntnisse der Anatomie und Funktion des Körpers. Allein durch seine Hände löst der DIPO-Pferdeosteotherapeut (m/w) Blockaden. Dieses Lösen wird als Impuls verstanden, eine Initialzündung, die dem Körper hilft, seine Selbstheilungskräfte in Gang zu bringen.

Die Vorstellung, der Osteopath bzw. DIPO-Pferdeosteotherapeut (m/w) „renke“ etwas ein oder aus, ist falsch. Es findet keine Einrenkung oder Verschiebung eines Wirbels oder eines Gelenks statt. Es geht allein darum, fest sitzende Strukturen zu lösen.

Nach einer Behandlung braucht das Pferd mindestens 48 Stunden zur Erholung. Es sollte in dieser Zeit nicht geritten werden, sich aber frei bewegen können. Auf keinen Fall darf es in dieser Zeit angebunden in der Box stehen. Physikalische Maßnahmen wie Wärme, Kälte, Magnetfeldtherapie, Laser, Infrarotbestrahlung, Ultraschall, Elektrotherapie etc. können aber unterstützend angewendet werden.

Nicht zuletzt sind auch ReiterIn, BesitzerIn oder TrainerIn in die Behandlung mit eingebunden. OsteotherapeutInnen klären sie über einen gesundheitsfördernden Umgang mit dem Pferd auf. Denn regelmäßig durchgeführte Übungen unterstützen den Heilungsprozess.

Gibt es einen Unterschied zwischen Osteopath und Osteotherapeut?

Osteopathie heißt die Therapieform, eine manuelle Technik. Das Wort leitet sich aus dem Griechischen ab (os, der Knochen / páthos, das Leiden). Der Begriff weist auf den Einfluss einer Erkrankung im Körper hin. Derjenige, der die Erkrankung behebt, sie also therapiert, heißt nach unserem Verständnis daher Osteotherapeut (m/w). Daher plädiert das DIPO – obwohl die Berufsbezeichnung Osteopath in der Humanmedizin vor allem in den USA etabliert ist – im Bereich der Pferdebehandlung für den Begriff DIPO-PferdeosteotherapeutIn.

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