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Erklärung Aufbau Pferdekopf

Weiterbildung DIPO-ZeSa (zertifizierte/r SattelexpertIn)

Seit 1997 ist das DIPO in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Pferdeosteopathie und des Pferdephyiostherapie tätig. Als besonderes Problem stellte sich im Laufe der Jahre die oft absolut unbefriedigende Sattelsituation dar. Nach über fünfzehnjähriger Zusammenarbeit und Fortbildungserfahrung mit SattelkonstrukteurInnen, SattlerInnen, ReiterInnen, TrainerInnen, VeterinärmedizinerInnen und OsteotherapeutInnen haben wir uns entschlossen, diese Lücke zu füllen. Mit dem zweiteiligen Seminar DIPO-ZeSa haben wir die erste Weiterbildung mit Abschlussprüfung zum/zur zertifizierten SattelexpertIn entwickelt.

Ablauf

Die Weiterbilung DIPO-ZeSa besteht aus zwei intensiven, mehrtägigen Kursblöcken und schließt am letzten Tag mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung ab.

Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhalten Sie eine für drei Jahre gültige Lizenz, welche Sie als zertifizierte/r SattelexpertIn ausweist. Die Lizenz kann jeweils um drei Jahre verlängert werden, wenn innerhalb des Gültigkeitszeitraum 20 Fortbildungsstunden nachgewiesen werden. DIPO-Pferdeosteo- und -physiotherapeutInnen wird die Weiterbildung DIPO-ZeSa zur Lizenzverlängerung mit 44 Fortbildungsstunden anerkannt.

Unterrichtet werden Sie von sehr erfahrenen und dem DIPO seit vielen Jahren verbundenen Sattelexpertinnen, Tierärztinnen, DIPO-Pferdeosteotherapeutinnen, DIPO-PferdephysiotherapeutInnen und einer Juristin.

Voraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an
  • VeterinärmedizinerInnen,
  • DIPO-PferdeosteotherapeutInnen,
  • DIPO-PferdephysiotherapeutInnen,
  • SattlerInnen,
  • PferdewissenschaftlerInnen,
  • TrainerInnen,
  • PferdewirtInnen,
  • PferdewirtschaftsmeisterInnen

DIPO-Pferdephysio- und -osteotherapeutInnen sowie VeterinärmedizinerInnen erfüllen mit Ihrer Vorerfahrung bereits die Zulassungsvoraussetzungen.

Für alle anderen TeilnehmerInnen besteht als Voraussetzung die Absolvierung der DIPO-Kurse Pferdephysiotherapie I – IV sowie des Ersten-Hilfe-Kurses. Diese Kurse bilden die Grundlage für diese Weiterbildung. Wir empfehlen die frühzeitige Anmeldung, da diese Kurse oftmals schon mehrere Monate im Voraus ausgebucht sind.

Hinweis für VeterinärmedizinerInnen
Neben der ausführlichen Weiterbildung DIPO-ZeSa, welche mit einer Prüfung abschließt, bieten wir exklusiv für VeterinärInnen den dreitägigen, ATF-anerkannten Kurs Sattelseminar für VeterinärmedizinerInnen an.

Inhalte der Weiterbildung

  • Sattelkunde (Satteltypen, Bausteine des Sattels und ihre Funktion, Sattelbäume unterschiedlicher Konstruktion und Materialien, Begurtung, usw.)
  • Vermessung des Pferderückens (Vor- und Nachteile unterschiedlicher Methoden)
  • Vermessung des/r Reiters/in
  • Handgrifftechniken zur Überprüfung von Sattel- und Gurtdruck
  • Pferd-Sattel-Reiter-Analyse
  • Hufverformung und Fehlhaltung durch Fehlbelastungen von Sattel und ReiterIn
  • Datendokumentation
  • Rechtliche Situation bei Sattelanpassung und Verkauf
  • Sattelgurte, Satteldecken, Keilkissen, Korrekturpads
  • Praktische Sattelanpassung und Beurteilung
  • Auswirkungen von fehlerhaften Sätteln / Ursache-Folge-Ketten
  • Voltigier- und Longiergurte

Funktionelle Sattelanpassung

Im Vordergrund der Weiterbildung stehen der englische Flachsattel und seine Entwicklung zum heutigen Sportsattel.

Grundlage funktioneller Sattelanpassung ist die Kenntnis, das Abfühlen und das Beurteilen der anatomischen Strukturen. An unterschiedlichen Pferden werden Muskeln, Faszien und Bindegewebe sowie deren Verspannungen und Verklebungen abgefühlt und beurteilt, ebenso die Reaktionen des Pferdes. Die Stellung der Gliedmaßen, insbesondere auch die der Hufe und die Beurteilung des Hufbeschlags geben bei entsprechender Kenntnis hochgradig Aufschluss über Belastungen, die von oben, also vom Sattel und/oder ReiterIn ausgehen. Diese besondere Ursache-Folge-Kette ist ein wichtiger Baustein in der Ausbildung DIPO-zertifizierte/r SattelexpertIn.

Fragestellungen wie „Ist es sinnvoll zum jetzigen Zeitpunkt einen Sattel anzupassen oder bedarf das Pferd zunächst z.B. einer physio- oder osteotherapeutischen Behandlung?“ sind ebenso entscheidende Unterrichtsinhalte wie die Beurteilung des Reiters und seiner Einwirkung.

Pferd-Sattel-Reiter-Analyse

Das Erkennen des Problems ist die Grundlage für seine Beseitigung. Deshalb ist auch die Pferd-Sattel-Reiter-Analyse fester Bestandteil dieses Kurses. Sie wurde in Zusammenarbeit mit PhysiotherapeutInnen/OsteopathInnen, Pilates TrainerInnen, SattlerInnen, PferdewirtschaftsmeisterInnen (FN) und DIPO-PferdeosteotherapeutInnen im DIPO entwickelt.

Zertifizierte SattelexpertInnen sollten erkennen wo das Problem liegt, wenn der Sattel zu einer Seite rutscht. Es kann am Sattel, am ReiterIn, am Pferd oder allen Dreien liegen, gegebenenfalls auch an der Reitweise. Hier erfolgt die Anbindung an die klassische Reiterei. Warum muss ein Pferd mit langem Hals geritten werden, welche Bedeutung hat die Brückenkonstruktion für den Pferderücken und sein Funktionieren mit dem Sattel und ReiterIn? Wie bringe ich ein Pferd durchs Reiten oder durch gezielte Bodenarbeit (wieder) ins Gleichgewicht? Wie erreichen auch Amateur- und FreizeitreiterInnen Rahmenerweiterung beim Pferd? Wann ist der Einsatz von Sattelpads sinnvoll, wann sind Korrekturpads indiziert, welche Bedeutung und Hilfe stellen anatomisch geformte Sattelgurte dar? Das sind Fragen die ein DIPO-ZeSa erkennen und beantworten muss.

Materialkunde und praktische Sattelanpassung

Die Sattel- und Materialkunde, der Aufbau des Sattels, Satteltypen, Kissen und Befüllung, Vermessung von Pferd und ReiterIn, Ermittlung des Sitzpunktes und der Kammerweite, Pauschen Höhe und Form, Begurtungssysteme usw. werden ebenso gelehrt wie sicherheitsrelevante Aspekte beim Sattel, Pflege, Lagerung, Sattelcheck und Protokollierung.

Die praktische Sattelanpassung erfolgt durch die Vorstellung von unterschiedlichen Pferden. Die Analyse von Sattel- und Gurtdruck durch Anwendung diverser Handgrifftechniken in Theorie und Praxis ist ebenfalls Bestandteil des Unterrichts.

Auch eine Juristin mit entsprechender Pferdekenntnis ist in die Weiterbildung eingebunden. Sie behandelt unter anderem die Themen Gewährleistung, Sachmängel, Garantie, Rechtsmangel, Verjährung, Haftung sowie Melde- und Anzeigenpflicht.

Das Netzwerk

Ziel dieser Weiterbildung ist es, ein Netzwerk von DIPO-ExpertInnen zu schaffen, die durch ihr Wissen und ihre koordinierte Zusammenarbeit die PferdebesitzerInnen und ReiterInnen unterstützen können, um so zum Wohle von Pferd und ReiterIn effektiv und kompetent zu agieren.

Organisatorisches

Kursunterlagen werden zu Beginn des Kurses an die TeilnehmerInnen ausgehändigt. Der Kurs besteht zu ca. 50% aus Theorie und ca. 50% aus Praxis.

Ein Mittagsimbiss und Getränke werden vom DIPO übernommen. Aus Sicherheitsgründen ist das Tragen von Stahlkappenschuhen im Praxisunterricht Pflicht. Alle TeilnehmerInnen müssen über einen ausreichenden Tetanusschutz verfügen.

Kosten


Sechs Kurstage
Abschlussprüfung (7. Tag)


995,00 €
195,00 €
Bei Anmeldung ist eine Anzahlung in Höhe von 100 Euro fällig. Die Restzahlung ist bis drei Wochen vor dem ersten Block fällig. Eine Rechnung erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung.

Anmeldung und Terminübersicht

Die von Ihnen eingesendete Anmeldung bezieht sich auf beide Kursteile. Der erste Kursteil findet in der Regel im Herbst statt, der zweite im Winter.

Termine 2020

1. Kursblock
26.10. – 29.10.2020
jeweils von 09.00 - ca. 18.00 Uhr
2. Kursblock
18.01. - 20.01.2021
Die Abschlussprüfung findet am letzten Tag in der Zeit von 09.00 - ca. 18.00 Uhr statt.

Termine 2021

1. Kursblock
25.10. - 28.10.2021
jeweils von 09.00 - ca. 18.00 Uhr
2. Kursblock
2022
Die Abschlussprüfung findet am letzten Tag in der Zeit von 09.00 - ca. 18.00 Uhr statt.
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