Dr. Helmut Ende:
"Aufgrund meiner Erfahrungen anlässlich jahrelanger Mitarbeit bei der Ausbildung zum Pferdeosteotherapeuten befürworte ich eine gemeinsame Ausbildung von Tierärzten und Physiotherapeuten zum Pferdeosteotherapeuten ebenso wie eine Zusammenarbeit beider Berufe in der ambulanten Praxis. Physiotherapeuten haben eine geschulte Hand, wenn es um das Auffinden von Bewegungseinschränkungen an Gelenken und um Muskelverspannungen geht. Der Tierarzt trägt zu dem Geschehen sein veterinärmedizinisches Fachwissen bei; insbesondere beim Erkennen

von Kontraindikationen einer osteotherapeutischen Behandlung. Das gemeinsame Vorgehen während der Ausbildung und in der Berufsausübung ist anzuraten."
Prof. Hans Geyer:
"Die Physiotherapie ist eine Bereicherung der Tiermedizin in Therapie und Prophylaxe der Krankheiten
des Bewegungsapparates und ist in diesem Sinne eine gute und wirkungsvolle 'angewandte Anatomie'."
Ein modernes Konzept
Die Weiterbildung zum DIPO-Pferdeosteotherapeuten ist ein modernes Konzept, das Tierarzt und Physiotherapeut als Partner in der Therapie zusammenführt. Vor ca. 30 Jahren veranstaltete das deutsche Ärzteseminar in Hamm erstmals Kurse für Ärzte und Physiotherapeuten um beide Berufsgruppen gemeinsam in medizinischen Handgrifftechniken auszubilden.
Dieses überaus erfolgreiche Konzept wird auch bis heute von der Internationalen Akademie für Osteopathie eingesetzt, die seit Ende der achtziger Jahre in Deutschland das Nachdiplom-Studium zum Human-Osteopathen durchführt. Beide Schulen hat die Gründerin Beatrix Schulte Wien durchlaufen. Nach mehrjähriger Vorstandstätigkeit in Ihrem Berufsverband, bei dem sie das Ressort Fortbildungen betreute, setzte sie dieses Konzept erstmals für Tierärzte und Physiotherapeuten um.
So lud sie 1996 den belgischen Pferdeosteotherapeuten Pascal Evrard († 2003) nach Dülmen ein und gründete 1997 das DIPO an dem die erste Weiterbildung zum Pferdeosteotherapeuten in Deutschland stattfand. Das DIPO-Dozenten-Team besteht aus tierärztlichen Hochschullehrern, praktizierenden Tierärzten und Physiotherapeuten, die neben ihrer pferdeosteotherapeutischen Ausbildung zum großen Teil auch über ein abgeschlossenes Humanosteopathiestudium verfügen. Durch die über 12-jährige intensive Zusammen- und Aufbauarbeit des DIPO- Lehrkörpers konnte sich die Pferdeosteotherapie in Deutschland hervorragend entwickeln und wird auf hohem Niveau in Theorie und Praxis gelehrt. Viele internationale Spitzenpferde werden heute auch von DIPO-Pferdeosteotherapeuten betreut. Es ist aber das besondere Anliegen des DIPO-Teams, dass alle Pferde, egal ob Hochleistungssportler oder Freizeitpartner, nach allen Regeln der Kunst behandelt werden.
Der Erfolg einer pferdeosteotherapeutischen Behandlung hängt auch vom richtigen Equipment ab. Sattel-, Zäumungs- und Gebisskunde sowie Reitlehre sind deshalb ebenso intergraler Bestandteil der DIPO- Weiterbildung wie Ethologie, Fütterung und Haltung. Aus diesem Grund verfügen DIPO- Pferdeosteotherapeuten auch über die Anerkennung durch die deutsche Reiterliche Vereinigung (FN). Bis heute hat das DIPO mehr als 350 Pferdeosteotherapeuten aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Slowenien, Italien, Frankreich, Holland, ‚Belgien und Spanien ausgebildet. Neben der FN ist die Weiterbildung auch von diversen Landestierärztekammern und dem Bundesverband selbständiger Physio-therapeuten (IFK) anerkannt. Keine andere Ausbildungsstätte verfügt über ein so breites Spektrum offizieller Anerkennungen.
Tierarzt und Physiotherapeut – Partner in der Therapie
Dies ist die zeitgemäße Antwort bei der Behandlung von Bewegungsstörungen am Muskel- und Skelettapparat von Reit-, Renn- und Fahrpferden.
Dr. Peter Cronau:
“Wenn es um osteotherapeutische Behandlungen beim Pferd geht, arbeite ich als Tierarzt mit erfahrenen Physiotherapeuten zusammen, die aber über eine spezielle Zusatzausbildung auf diesem Gebiet verfügen müssen. Da setze ich auf moderne Teamwork.”